Kreuzbandriss
Ein Kreuzbandriss ist eine häufige Verletzung im Sport, die eine umfassende Diagnose und oft eine operative Behandlung erfordert.
Kreuzbandriss – Diagnose, Behandlung und Rehabilitation
Häufige Kreuzbandverletzungen im Sport
Wer die aktuelle Berichterstattung beim Sport verfolgt, der wird immer wieder über die Nachricht stolpern, dass sich ein Sportler im Training oder Wettkampf das vordere Kreuzband gerissen hat. In der Regel geht diese Verletzung mit einer längeren Sportpause einher und sorgt sowohl beim Sportler, aber auch beim Verein, dem Management und den Fans für Frustration. Um die Sportfähigkeit wiederherstellen zu können und um das Gelenk einerseits zu stabilisieren, andererseits auch von weiteren Schäden (z.B. des Knorpels) zu schützen, ist der operative Ersatz des Kreuzbandes aktuell der goldene Standard.
Diagnose und operative Versorgung eines Kreuzbandrisses
Die Diagnostik eines Kreuzbandrisses wird anhand klinischer Untersuchung und mittels MRT gestellt. In der Regel wird zur operativen Versorgung einer Kreuzbandruptur eine körpereigene Sehne entnommen. Hier stehen je nach Vorliebe der Operateure mehrere Sehnen zur Verfügung, die allesamt gute klinische Langzeitresultate zeigen. Auch die Verwendung von Spendersehnen bei Revisionsoperationen ist möglich, um das Kniegelenk nicht durch eine weitere Sehnenentnahme zu schwächen.
Arthroskopische Diagnosierung und Sehnensammlung
Bevor jedoch die Sehne entnommen wird, wird in einem arthroskopischen Eingriff die Diagnose „Kreuzbandriss“ nochmals bestätigt. Erst nach Diagnosesicherung wird dann minimal-invasiv die Sehne entnommen und für den Gelenkeinsatz präpariert. Im ATOS MVZ Maschen wird am häufigsten die Semitendinosussehne gefolgt von der Quadricepssehne genommen. Anschließend werden in arthroskopischer Technik der Ursprung und der Ansatz von Resten des gerissenen Kreuzbandes befreit und beide Punkte entsprechend der Dicke des neuen Kreuzbandes tunnelförmig eröffnet. Danach kann das neue Kreuzband in der all inside-Technik in beide Tunnel eingezogen und straff fixiert werden.
Rehabilitationsphase und Sportarten nach der Operation
Das neue Kreuzband benötigt postoperativ sechs bis acht Wochen, um fest in den Knochen einzuwachsen. In dieser Zeit ist eine zunehmende Belastung des Beines aber erlaubt; Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Krafttraining sind, abhängig von der Stabilität und Tiefenwahrnehmung des Gelenkes relativ früh im Anschluss wieder möglich. High impact-Sportarten wie z.B. Fußball, American Football etc. dürfen erst nach neun bis zwölf Monaten wieder aufgenommen werden, da erst dann von einer ausreichenden Belastungsstabilität des Kniegelenkes ausgegangen werden kann.