Hydrojet
Rückenschmerz-Patienten machen den Großteil der täglichen Klientel in der
orthopädischen Praxis aus. Bei sorgfältiger diagnostischer Analyse stellen
sich ca. 90 Prozent der Rückenschmerzen als Folge mechanische Fehlbelastung
heraus, nur noch 5 Prozent sind durch Bandscheibenvorfälle, weitere 5
Prozent durch neurogene, traumatische, osteoporotische, entzündliche u.a.
Krankheitsformen begründet.
Risikofaktoren funktioneller Rückenschmerzen sind die Abfolge von Be- und
Entlastung der Wirbelsegmente im Alltag sowie die individuelle emotionale
und verhaltensmäßige Reaktion auf das Schmerzgeschehen.
Pathophysiologie
Neurophysiologisch unterscheiden wir zwischen neuralgischem Schmerz als
Folge einer direkten mechanischen Kompression von Nervenstrukturen und dem
Rezeptorenschmerz als Folge der Reizung von wirbelsäulennah lokalisierten
Nozizeptoren.
Die chronische Fehlinnervation im Sinne des Rezeptorenschmerzes führt zur
Ausbildung muskulärer Dystonien, die sich u.a. als tendinöse, tendovaginöse,
bursale und periostale Störungen bis hin zu Fehlhaltungen, Fehlmotorik und
knöchernen Veränderungen (Arthrose) äußern.
Zusätzlich resultieren individuell unterschiedlich ausgeprägte vegetative
Störungen mit dem Ergebnis lokaler Störungen der Durchblutung und
Mikrozirkulation.
Ca. 50 % der Nozizeporen sind im Weichteilmantel der Wirbelsäule
konzentriert, sodaß reversible Funktionsstörungen der Wirbelsäule häufigste
Ursache für vertebrale Rezeptorenschmerzen sind.
Therapie
Therapeutisch stehen dem Orthopäden zunächst die lokale sowie systemische
medikamentöse Therapie, anschließend die manuelle und apparative
physikalische Therapie sowie in besonderen Fällen die Operation zur
Verfügung. Nach einer differenzierten Diagnostik ist die frühzeitige
kombinierte orthopädische Schmerztherapie zur Vermeidung einer
Chronifizierung des Schmerzsyndroms von besonderer Bedeutung.
Beim Rezeptorenschmerz des Rückens stehen im Vordergrund die manuelle
Medizin, die physikalische Therapie, die passiv und aktive Krankengymnastik
sowie fakultativ die lokale und systemische medikamentöse Therapie.

Die Physikalische Therapie bei Funktionsstörungen der Wirbelsäule hat u. a. folgende Ziele:
- Schmerzlinderung
- Muskelentspannnung
- Hyperämisierung
- Auflockerung des Bindegewebes
- Funktionsverbesserung
- Beseitigung von Fehl- und Schonhaltungen
- Psychovegetative Umstimmung
Die Unterwasser-Druckstahlmassage “HYDRO-JET Medical" vereinigt eine ganze
Reihe positiver Effekte verschiedener physikalischer Therapieformen:
- Steigerung bzw. Verminderung des Muskeltonus
- Lokale Durchblutungs- und Stoffwechselsteigerung
- Lockerung des UnterhautzeIlgewebes
- venöse und lympathische Entstauung
- Reflektorische Linderung von Schmerzzuständen
- Lösen von Narbengewebe
- Aktivierung bzw. Dämpfung des vegetativen Nervensystems mit günstigen Effekten auf die inneren Organe
- Steigerung der Effizienz anschließender therapeutischer Maßnahmen (Extension, manuelle Therapie, Krankengymnastik)
- Verbesserung derAussagekraft anschließender funktioneIler diagnostischer Maßnahmen(Manuelle Diagnostik u.a.)
- Kombinierbar mit Lumbexwürfel zur gleichzeitigen Extension
Vorteile des HYDRO-JET Medical gegenüber anderen physikalischen Therapieformen:
- Keine Kreislaufbelastung
- Kein Nachschwitzen
- Individuell zuverlässig dosierbar
- Geringer Zeitaufwand für Patient (10 - 20 Minuten Therapiezeit
- Höchste Akzeptanz bei Patienten
Indikationen zur Therapie mit dem HYDRO-JET Medical u.a.:
- Reversible Funktionsstörungen der Wirbelsäule
- Subakute Lumbago
- Fibromyalgie
- Psychovegetative Dystonie
- Initiale Osteoporose
- Chronische Polyarthritis
- Muskuläre Übermüdung
- Funktionsstörungen der Wirbelsäule bei Patienen mit
(medikamentöser) Gerinnungsstörung
Kontraindikationen zur Therapie mit dem HYDRO-JET Medical u.a.:
- Akute Lumoischialgie,
- Akute Traumen
- Akute Entzündungen
- Akuter Schub einer Polyarthritis
- Dekompensierte Herzinsuffizienz
- Maligne Erkrankungen
- Osteoporose mit frischer Sinterungsfraktur

